Waldenserort
NEUHENGSTETT

1700

GEGRÜNDET

134

EINWANDERER
(im Sep. 1700)

1700

EINWOHNER 
(im Mai 2022)

532

Meter ü.NN

Ortsteil der Gemeinde Althengstett, am Rande des Nordschwarzwaldes

Historisches Luftbild von Kirche und Rathaus. Link führt zu einem Bild mit dem neuen Ortschild für Neuhengstett, 2023

Historie

Henri Arnaud, Offizier, Pfarrer und Anführer der Waldenser führte in den Jahren 1698 und 1699 eine Gruppe waldensischer Glaubensflüchtlinge aus dem Chisonetal/Pragelatal über die Schweiz in ihre zukünftige Heimat in Württemberg.
Der 1. September 1700 ist das Gründungsdatum der „Kolonie von Simmozheim“, aus der dann später Neuhengstett wurde. Die ersten Siedler, 28 Familien mit insgesamt 134 Personen, nannten ihre neue Heimat wohl zuerst „Bourcet“. Ab 1716 wurde die Siedlung dann offiziell „Neuhengstett“ genannt.
Zuerst bauten die Siedler keine festen Häuser, sondern nur Baracken, weil sie auf eine Rückkehr in ihre alte Heimat hofften. Ihr Leben war hart und karg, aber durch ein unerschütterliches Gottvertrauen geprägt. Dies kommt auch im Wahlspruch der Waldenser zum Ausdruck: „Lux lucet in tenebris“ (Das Licht leuchtet in der Finsternis).
Ihre Sprache, ein französischer Dialekt, das sogenannte „Patois“, behielten sie bis zum Jahr 1823 bei. Dann wurde die französische Sprache in Kirche und Schule offiziell verboten. Heute ist niemand mehr des ursprünglichen Dialektes mächtig. Lediglich die französischen Familien- und Flurnamen erinnern noch daran. 

Sehenswertes & Aktivitäten

Blick in die Möttlinger Straße, im Vordergrund die Waldenserkirche
Collage mit Eindrücken des Waldenserensembles
Waldenserstein von hinten mit Blumen und Sonnenschein
Blick in den Kleinkindbereich der Oase
Flyer des Spirituellen Waldenserweges, offen und geschlossen
Logo des Hugenotten- und Waldenserpfades

© 2026 Heimatgeschichtsverein Neuhengstett Bourcet e.V. 
Gestaltung & Inhalt: MTG Typografie, Martina Talmon-Gros
Fotos: © Kurt Habart, Martina Talmon-Gros, Archiv HGV  |  Tool: Mobirise